Mehr Entspannung mit Achtsamkeit

Mehr Entspannung mit Achtsamkeit
  geposted am 10.02.2017

Stress lass nach! – Viele Wege zur Gelassenheit

Die zunehmende Geschwindigkeit in unserem Alltag fordert ihren Tribut: Wir leiden unter Schlafstörungen, Bluthochdruck, Kopfschmerzen. Die Entspannungs- und Achtsamkeitslehrerin Lioba Schneemann zeigt Wege auf, wie wir wieder zu mehr Musse und Gelassenheit kommen. 

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Entspannungs- und Achtsamkeitslehrerin Lioba Schneemann im Schloss Münchenwiler.

Ein entspanntes Leben führen
Wer möchte nicht auch auf den Wellen im stürmischen Ozean des Lebens mit mehr Gelassenheit surfen? Doch wir hetzen von einem Termin zum anderen und fühlen uns als Opfer der Umstände. Dabei ist es nicht schwer, zu lernen, mit Stress – und vor allem mit den angelernten Reaktionen darauf – konstruktiver umzugehen. Wir sind den Wellen nicht machtlos ausgeliefert, auch wenn sie noch so hoch sind. Entspannungsverfahren haben sich zur Vorbeugung und Behandlung von stressbedingten Beschwerden bewährt. Wem es gelingt, Entspannungsübungen in den Alltag zu integrieren, baut sich schwimmende Inseln, die ihn oder ihr bei stürmischer See vor dem Ertrinken retten. Gefühle von mehr Gelassenheit und Entspanntheit stellen sich rasch ein.

Das Ruder in der Hand halten
Unsere innere Einstellung bestimmt, ob wir uns von Herausforderungen mitreissen lassen oder nicht. Stellen Sie sich die nächste Zeit wiederholt diese Fragen: «Was ist schlimmer, die Stress auslösende Situation, die mir Sorgen bereitet und mich in die Luft gehen lässt? Oder ist es meine Reaktion auf die Situation, die mich belastet?» Eine typische Alltagssituation zeigt, wie einfach wir Einfluss nehmen können: Wie reagieren Sie in der Regel, wenn das Telefon klingelt, während Sie gerade in etwas vertieft sind? Nehmen Sie sofort den Hörer ab? Versuchen Sie einmal beim nächsten Anruf zuerst dreimal tief durchzuatmen, bevor sie das Telefon abnehmen. Vielleicht merken Sie, dass Sie dadurch im folgenden Gespräch wirklich präsent sind. Und Sie werden sich so auch nicht so leicht als Opfer des Telefons fühlen. (Nebenbei: Wer sagt, dass Sie das Telefon abnehmen müssen? Sie haben meist die Freiheit, in einem passenderen Moment zurückzurufen.)

Spannungen lösen
Selbstverantwortung ist denn auch bei allen verschiedenen Entspannungsmethoden ein zentrales Element: Jeder kann sich in jedem Moment des Lebens entscheiden, ob er oder sie angespannt oder gelöst bei einer Sache ist. Dazu muss man jedoch zuerst einmal ein besseres Körpergefühl entwickeln. Bei der progressiven Muskelentspannung nach Edmund Jacobson (US-amerikanischer Arzt 1888 –1983), bei welcher Muskelgruppen nacheinander angespannt und losgelassen werden, steht die Schulung der Körperwahrnehmung im Fokus. Spannungen werden damit lokalisiert und gezielt gelöst. Es ist zudem eine einfache Methode, um Achtsamkeit einzuüben. Andere bekannte Methoden zur Entspannung und zum Umgang mit Stress sind Atemtraining, Autogenes Training, Imagination sowie Bio- und Neurofeedback. Dazu gesellen sich weitere Verfahren, die zwar auch entspannen, jedoch keine klassischen Entspannungsverfahren sind, wie zum Beispiel Achtsamkeitsmeditation und Körperübungen (Yoga, Qi Gong). Egal für welche Methode man sich entscheidet – es ist ein Entscheid für ein bewusstes, reicheres Leben. «Entspannung ist ein Lebensstil», schrieb Jacobson. 


Die Klangschale wird bei Achtsamkeitsübungen eingesezt.


Üben Sie Achtsamkeit und Entspannung, Übung 1: Der Atem
Unser Atem ist immer da und verbindet Körper und Geist, beruhigt und konzentriert uns. Diese Übung ist ideal für Einsteiger.




Text: Lioba Schneemann, www.schneemann-entspannt.ch 

 

 

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